Nach fast 20 Jahren wiedergetroffen

Partnerschaften

Fast 20 Jahre trafen sich Altmaier und Gerster im Rathaus Koblenz wieder. Foto: Udo Stanzlawski

Im Zusammenhang mit der Feierstunde des 25jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Koblenz und Petah-Tikva (Israel) kam es zu einem Wiedersehen der besonderen Art: 1996 hatte unser Vorsitzender Christian Altmaier den damaligen CDU-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl, Dr. Johannes Gerster, beglteitet - als "Nachwuchsjournalist" des Jugendkulturmagazins MAGNETIC.

Dieses wurde von der Jugendkunstwerkstatt e.V. (JuKuWe) herausgegeben und als er die Podiumsdiskussion aller Spitzenkandidaten in Mülheim-Kärlich besuchte, kam Altmaier mit Gerster nach der Veranstaltung in Kontakt. Der leutselige Landespolitiker aus Mainz lud Altmaier ein, ihn einen Tag lang im Wahlkampf zu begleiten, denn "Politik des is' en haardes Brot", so Gerster im einwandfreien Meenzer Dialekt.
 

Gesagt, getan, Gerster hielt Wort und so konnte Christian Altmaier als "Nachwuchsjournalist" einen Tag in den harten Wahlkampf hineinschnuppern und so fuhr er morgens mit dem Zug nach Mainz, um von dort aus in Sohren im Hunsrück Spätaussiedler zu besuchen, so dann in die älteste Stadt der Bundesrepublik zu fahren, um dort in Trier der Veranstaltung vor der Porta Nigra beizuwohnen, die sich später in Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion wiederholen sollte: Der seinerzeitige Bundeskanzler untetstütze Gerster in seinem Heimatbundesland Rheinland-Pfalz.

Auf der Rückfahrt von Kaiserlautern nach Mainz ergab sich dann die Möglichkeit des Gedankenaustauschs und in Mainz angekommen musste festgestellt werden, dass kein Zug mehr nach Koblenz fährt. Kurzerhand lud Gerster zu sich nach Hause ein, bot ein Nachtlager im Zimmer der Tochter und morgens war der Ausflug in die Landespolitik beendet. "Ein unkomplizierter und auf seine Art sympathischer Politiker", erinnert sich Altmaier.

Nach seinem Ausscheiden aus der Landespolitik nach der knapp verlorenen Landtagswahl, brachte sich Gerster bis auf den heutigen Tag in die Nah-Ost-Politik ein und ist ein glühender Verfechter der Deutsch-Israelischen Freundschaft. "Wenn wir heute von allen Spitzenvertretern des Staates Israel hören, dass Deutschland der beste Freund Israels in Europa ist, darf dies schon als besonderes Geschenk der Geschichte betrachtet werden", so Gerster in seinem Festvortrag. Dazu zählen auch die Freundschaftskreise und Koblenz - Petha-Tikva sei ein besonderes lebendiger Verein der viel zur Freundschaft beitrage.

 
 

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